Der Kaufvertragsentwurf ist die vorläufige Version eines Immobilienkaufvertrags, die der Notar erstellt. Käufer und Verkäufer erhalten dieses Dokument, um alle Regelungen und Bedingungen des Immobilienkaufs vor der Beurkundung zu prüfen.
Was ist ein Kaufvertragsentwurf?
Ein Kaufvertragsentwurf ist sozusagen der „Prototyp“ des offiziellen Vertrags beim Immobilienkauf. Bevor du also ein Haus oder eine Wohnung endgültig kaufst, erstellt ein Notar einen Entwurf des Vertrags, den du und die andere Vertragspartei (meist der Verkäufer) in Ruhe durchlesen, prüfen und – bei Bedarf – anpassen lassen könnt.
In Deutschland ist es gesetzlich vorgeschrieben, dass Immobilienkaufverträge notariell beurkundet werden. Doch niemand muss bei der ersten Lesung direkt unterschreiben – genau hier kommt der Entwurf ins Spiel.
Warum gibt es einen Kaufvertragsentwurf?
Stell dir vor, du willst ein Haus in Stuttgart kaufen. Natürlich möchtest du genau wissen, was im Vertrag steht, bevor du dich rechtlich bindest. Der Entwurf dient daher:
- der Transparenz,
- der Vermeidung von Missverständnissen,
- und der rechtssicheren Vorbereitung der Vertragsunterzeichnung.
Ein guter Immobilienmakler wie Baden-Württemberg Sotheby’s International Realty begleitet seine Kunden durch genau diesen Prozess – vom ersten Angebot bis zum Notartermin.
Wie sieht ein Kaufvertragsentwurf aus?
Der Entwurf ist ein mehrseitiges Dokument, das alle Details rund um den Immobilienverkauf enthält. Dazu gehören:
- Daten der Vertragsparteien (Käufer und Verkäufer)
- Exakte Beschreibung der Immobilie (Adresse, Flurstück, Grundbuchblatt)
- Kaufpreis und Zahlungsmodalitäten
- Lastenfreistellung (also die Zusage, dass z. B. bestehende Hypotheken gelöscht werden)
- Übergabetermin
- Sachmängelhaftung
- Regelungen zu Kosten und Steuern
- Hinweise zur Auflassung (Eigentumsübertragung)
- und vieles mehr.
Wer einen solchen Vertrag zum ersten Mal liest, kann sich leicht überfordert fühlen. Daher ist es sinnvoll, sich von Profis wie einem Notar und einem erfahrenen Immobilienmakler beraten zu lassen – etwa von Baden-Württemberg Sotheby’s International Realty.
Wie läuft der Prozess ab?
1. Einigung zwischen Käufer und Verkäufer
Sobald beide Parteien sich einig sind – über den Preis, die Immobilie und die Rahmenbedingungen – wird der nächste Schritt eingeleitet.
2. Beauftragung des Notars
Meistens beauftragt der Käufer den Notar. Dieser nimmt die Informationen von Käufer, Verkäufer und dem Immobilienmakler (z. B. aus Baden-Baden oder Stuttgart) auf und erstellt daraus den Entwurf.
3. Versand des Entwurfs
Der Entwurf wird mindestens 14 Tage vor dem Beurkundungstermin beiden Parteien zugesendet – per E-Mail oder Post. In dieser Zeit können beide Seiten:
- den Vertrag in Ruhe durchlesen,
- Fragen stellen,
- Änderungswünsche einbringen,
- juristischen oder finanziellen Rat einholen.
4. Der Notartermin
Nach Ablauf der Frist treffen sich alle Parteien beim Notar zur Beurkundung. Dort wird der überarbeitete Entwurf noch einmal vollständig vorgelesen, besprochen und schließlich unterschrieben.
Was darf man im Kaufvertragsentwurf ändern lassen?
Vieles! Der Entwurf ist keine finale Version. Änderungswünsche sind üblich – etwa:
- Korrektur von falschen Angaben (z. B. Namen, Adressen, Grundbuchdaten)
- Klarere Formulierungen zu Übergabetermin oder Inventar
- Ergänzungen zu Mängeln oder Renovierungsverpflichtungen
- Sondervereinbarungen zur Nutzung
Je nachdem, ob du eine exklusive Villa, eine Dachgeschosswohnung in Tübingen oder ein Anlageobjekt in Freiburg kaufst – die Feinheiten im Kaufvertrag unterscheiden sich.
Ein erfahrener Partner wie Baden-Württemberg Sotheby’s International Realty stellt sicher, dass der Entwurf deinen Interessen entspricht und du alle Punkte verstehst.
Beispiel: Kaufvertragsentwurf für eine Immobilie in Stuttgart
Du möchtest ein Einfamilienhaus in Stuttgart Degerloch kaufen. Der Makler von Baden-Württemberg Sotheby’s International Realty vermittelt den Kontakt zum Verkäufer. Nach Einigung über den Kaufpreis von 1,2 Mio. €, beauftragst du einen Notar.
Der Kaufvertragsentwurf enthält:
- Kaufpreis: 1.200.000 €
- Zahlungstermin: binnen 4 Wochen nach Eintragung der Auflassungsvormerkung
- Übergabe: 2 Monate nach Notartermin
- Inklusive Inventar: Einbauküche, Gartenhaus
- Sachmängelhaftung: ausgeschlossen (bei Gebrauchtimmobilien üblich)
Du lässt den Entwurf von einem Anwalt prüfen und bittest um Ergänzung einer Regelung zur Gartenpflege bis zur Übergabe. Der Notar passt das Dokument entsprechend an – dann erfolgt die Unterzeichnung.
Was passiert nach dem Kaufvertragsentwurf?
Nach dem unterschriebenen Kaufvertrag geht es in die Umsetzungsphase:
- Der Notar beantragt die Auflassungsvormerkung im Grundbuch.
- Der Käufer zahlt die Grunderwerbsteuer.
- Der Kaufpreis wird bezahlt.
- Der Notar veranlasst die Eigentumsumschreibung im Grundbuch.
Was kostet ein Kaufvertragsentwurf?
Der Entwurf selbst ist Teil der Notarkosten, die sich nach dem Kaufpreis richten. In der Regel betragen Notar- und Grundbuchkosten etwa 1,5 % des Kaufpreises.
Bei einem Kaufpreis von 1 Mio. € belaufen sich die Gesamtkosten für Notar und Grundbuch also auf etwa 15.000 € – darin enthalten: Entwurf, Beurkundung und alle weiteren Eintragungen.
Fazit: Ein gut geprüfter Entwurf schützt vor bösen Überraschungen
Der Kaufvertragsentwurf ist ein zentrales Dokument beim Immobilienkauf. Er stellt sicher, dass keine Partei die Katze im Sack kauft oder verkauft. Wer ihn frühzeitig prüft und versteht, vermeidet Streit, Unsicherheiten oder gar finanzielle Schäden. Ein erfahrener Makler wie Baden-Württemberg Sotheby’s International Realty sorgt dafür, dass du den Überblick behältst – ob du ein Haus in Stuttgart kaufen, eine Wohnung in Baden-Baden verkaufen oder ein Investmentobjekt in Ulm erwerben möchtest.




